Handelsroute Hormus unter Druck: Containerbuchungen brechen ein
Aktuelle Schifffahrtsdaten zeigen deutliche Veränderungen im Containerverkehr durch die Straße von Hormus. W
Aktuelle Schifffahrtsdaten zeigen deutliche Veränderungen im Containerverkehr durch die Straße von Hormus. W
Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie zeigt sich trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen widerstandsfähig.
Ein weiteres US-Zollpaket könnte die ohnehin geschwächte deutsche Industrie massiv belasten. Sollte Ex-Präsident Donald Trump nach dem Ende der aktuellen Zollpause am 9. Juli Strafzölle auf EU-Importe erheben, drohen herbe Rückschläge für wichtige Branchen wie die Auto- und Pharmaindustrie.
Der Außenhandel zwischen Deutschland und den USA bleibt stark unausgeglichen. Auch zu Beginn des Jahres 2025, noch vor dem Inkrafttreten höherer US-Zölle, erzielte Deutschland erneut einen erheblichen Exportüberschuss – insbesondere durch den florierenden Fahrzeugexport.
Die Importpreise in Deutschland sind im Januar so stark gestiegen wie seit langer Zeit nicht mehr. Besonders Konsumgüter und Energie verteuerten sich spürbar, während auch die Exportpreise weiter anstiegen. Trotz des allgemeinen Preisanstiegs blieb Öl im Jahresvergleich günstiger.
Österreichs Wirtschaft verliert an Wettbewerbsfähigkeit, wie der starke Rückgang der Exporte im November 2024 zeigt. Besonders betroffen ist der Handel innerhalb der EU. Die Industriellenvereinigung fordert daher eine aktivere Standortpolitik, den Abbau von Handelshemmnissen und neue Handelsabkommen, um den Wohlstand langfristig zu sichern.
Die geplante Strafzollpolitik von Donald Trump gegenüber Kanada, Mexiko, China und der EU könnte sich als wirtschaftlicher Bumerang für die USA erweisen. Laut Berechnungen des ifo Instituts würde der US-Export um 22 Prozent einbrechen, während Länder wie China flexibler auf die Maßnahmen reagieren könnten. Besonders hart träfen die Zölle jedoch die Nachbarn Kanada und Mexiko, deren Industriewertschöpfung drastisch sinken würde. Überraschenderweise könnten deutsche Exporte leicht profitieren.
Deutsche Exporteure sind trotz geopolitischer Spannungen optimistisch für 2024, wobei 81 Prozent der Unternehmen einen Umsatzanstieg von mehr als 2 Prozent erwarten, was deutlich mehr ist als im Vorjahr. Gleichzeitig bleiben geopolitische Risiken, Lieferkettenschwierigkeiten und Zahlungsausfallrisiken zentrale Herausforderungen, die die Unternehmen weiterhin beschäftigen.
Der Welthandel trübt sich weiter ein. Das zeigt sich auch im aktuellen „Kiel Trade Indicator“ des Kiel Institut für Weltwirtschaft. Demnach weist das jüngste Daten-Update für den Welthandel im Juli im Vergleich zum Vormonat ein deutliches Minus von 1,6 Prozent aus.
Die Lieferketten haben gerade erst begonnen, sich von den durch die Pandemie verursachten Unterbrechungen zu erholen, so dass viele Unternehmen diesen jüngsten Rückschlag besonders hart spüren werden.