Aktuelle Konjunkturprognose: Wien bleibt auf stabilem Wachstumskurs

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Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Herausforderungen bleibt der Ausblick für den Wirtschaftsstandort Wien insgesamt positiv. Die aktuelle Konjunkturprognose bestätigt, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzt, wenn auch weiterhin in moderatem Tempo. Wien behauptet dabei seine Position als zentraler Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort Österreichs und entwickelt sich auch 2026 voraussichtlich etwas dynamischer als der Bundesdurchschnitt.

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Herausforderungen zeigt die aktuelle Konjunkturprognose des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) vom Juni, dass Wien zuversichtlich in die Zukunft blicken kann. Die Einschätzung für Wien bleibt insgesamt robust: Die erwartete wirtschaftliche Erholung setzt sich fort, fällt aber weiterhin moderat aus.

„Trotz der unsicheren geopolitischen Lage bleibt Wien der zentrale Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor Österreichs. Mit gezielten Investitionen in Zukunftstechnologien stärken wir die Resilienz unserer Stadt und leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der österreichischen Konjunktur“, betont Vizebürgermeisterin Barbara Novak.

„Einmal mehr entwickelt sich Wien wirtschaftlich besser als Gesamtösterreich. Es ist uns gelungen, die Heterogenität unseres Wirtschaftsstandorts zu stärken. Die Vielfalt der Branchen und Unternehmensgrößen ist eine solide Basis für eine positive Entwicklung – wie auch die Innovationskraft und Flexibilität unserer Unternehmen“, sagt Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck.

Hauptergebnisse der WIFO-Prognose im Vergleich zur April-Prognose

  • Die reale Bruttowertschöpfung 2026 wird für Wien geringfügig nach unten revidiert. Erwartet wird nun ein Wachstum von +1,1 Prozent statt +1,2 Prozent in der April-Prognose. Auch für Österreich fällt die Revision minimal (+0,9 Prozent statt 1,0 %) aus.
  • Der leichte Wachstumsvorsprung Wiens gegenüber Österreich bleibt unverändert bestehen. Der Abstand beträgt weiterhin 0,2 Prozentpunkte.
  • Die Beschäftigungsprognose für Wien im Jahr 2026 bleibt gegenüber April mit einem Plus von + 0,9 Prozent unverändert. (Österreich-Prognose + 0,5 Prozent)
  • Die Arbeitslosenquote 2026 wird sowohl für Wien als auch für Österreich geringfügig höher eingeschätzt als in der April-Prognose. Der Anstieg beträgt jeweils +0,1 Prozentpunkte.

Darüber hinaus zeigt die aktuelle WIFO-Prognose für 2026 eine schrittweise Stabilisierung der Investitionstätigkeit. Die Bruttoanlageinvestitionen wachsen real um 1,3 Prozent. Besonders die Ausrüstungsinvestitionen entwickeln sich positiv und deuten darauf hin, dass Unternehmen wieder gezielt in Maschinen, Anlagen und technische Ausstattung investieren. Der Bau bleibt zwar noch verhalten, stabilisiert sich aber zunehmend und soll 2027 wachsen. Insgesamt scheint sich eine vorsichtige, aber erkennbare Erholung der Investitionskonjunktur einzustellen.

Die neue Prognose bestätigt damit im Wesentlichen die Einschätzung vom Frühjahr: Wien entwickelt sich 2026 etwas dynamischer als Österreich insgesamt, die konjunkturelle Erholung bleibt jedoch verhalten. Die nur sehr geringen Änderungen gegenüber April zeigen, dass sich die zentralen wirtschaftlichen Erwartungen zuletzt stabilisiert haben.

Für den Wiener Arbeitsmarkt bedeutet dies eine weiterhin robuste Beschäftigungsentwicklung bei gleichzeitig nur leicht angehobener Arbeitslosenquote. Die aktuelle Prognose liefert damit ein weitgehend unverändertes Bild: moderate Expansion, stabile Beschäftigungserwartungen und ein Arbeitsmarkt, der weiterhin von der nur schrittweisen konjunkturellen Erholung geprägt ist.

(pi)

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