Der österreichische Mobilfunkmarkt blieb 2025 leistungsstark und investitionsfreudig. Das mobile Datenvolumen erreicht neue Höchstwerte, der 5G-Ausbau ist nahezu flächendeckend, und die Kunden zeigen sich mit Netzqualität und Tarifen weiterhin sehr zufrieden. Gleichzeitig ist die Digitalisierung fest im Alltag verankert: Das Smartphone ist zentrale Plattform für Kommunikation, Streaming, Online-Services und zunehmend auch für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz – begleitet von einer differenzierten Diskussion über Datenschutz und digitale Sicherheit.
Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Forum Mobilkommunikation, die Interessenvertretung der österreichischen Mobilfunkindustrie, berichteten Volker Libovsky, Präsident des FMK und CTIO von Magenta Telekom und Margit Kropik, Geschäftsführerin des FMK, über das vergangene Jahr 2025. Und präsentierten die neuesten Erkenntnisse aus dem FMK-Mobilfunk-Barometer. Eines vorweg, Österreichs Mobilfunk-Kund:innen sind sowohl mit der Qualität der Netze, als auch mit den Tarifen zum Teil sogar sehr zufrieden.
Markt- und Verkehrsdaten
- 14.665.000 SIM-Karten in Smartphones, Handys und Cubes in Umlauf
- „Klassische“ Telefonie via GSM, LTE und 5G weiter auf 20,2 Milliarden Minuten gesunken
- Datenvolumen durchbricht die auf 6 Milliarden GB Grenze
- Inflationsbremse Mobilfunk: Gesamtumsatz mit EUR 3,53 Milliarden gegenüber dem Vorjahr (EUR 3,75 Milliarden) leicht gesunken
- Noch im Investitions-Plus: EUR 902 Millionen (Vorjahr: EUR 881 Millionen)
FMK-Mobilfunk-Barometer zeigt:
- Österreichs Mobilfunkkunden sind mit Tarifgestaltung und Qualität der Netze hoch zufrieden
- Österreicher:innen nutzen im Schnitt 5,5 internetfähige Geräte
- Digitalisierung: Etwa Jede:r zweite streamt und shoppt online und erledigt auch Amtswege digital
- Auswirkungen der Digitalisierung im Bereich Forschung, Industrie, Verwaltung und Gesundheitswesen positiv; Arbeitsmarkt ambivalent; bei Gesellschaft, Datenschutz und Privatsphäre eher negativ.
- Die Hälfte aller Österreicher hat noch keine negativen Erfahrungen gemacht, allerdings: 2 von 10 Österreicher wurden schon einmal im Internet betrogen
- WhatsApp noch vor der Kamera und der Weckfunktion wichtigste Anwendung am Smartphone
KI-Chats sind ein absolutes Smartphone-Thema
- Zwei Drittel der Österreicher haben schon einmal KI-basierte Anwendungen genutzt, die Texte, Antworten und/oder Inhalte auf Fragen erzeugen.
- 3/4 aller Nutzer verwenden ihr Smartphone dafür
- Die Mehrheit der Österreicher, die KI-basierte Anwendungen verwenden, nutzten sie auch für Information und Erklärung
- Allerdings: Lediglich 8 Prozent überprüfen die Richtigkeit der Ergebnisse konsequent.
Auswirkung von KI allgemein
Die Mehrheit der Österreicher bewertet die Auswirkungen von KI auf WissenschaftWirtschaft, Gesundheit und Verwaltung positiv. Kritisch wird der Einfluss auf Datenschutz und Privatsphäre gesehen.
5G-Ausbau in aktuellen Daten:
- Aktive Mobilfunk-Standorte in Österreich aktuell: 19.519 (Juni 2025: 19.175)
- Davon mit 5G-Systemen: 13.298 (April 2024: 11.383)
- Die technische Abdeckung mit 5G beträgt etwa 97 Prozent der Bevölkerung
Rund 14,7 Millionen SIM-Karten in Smartphones, Handys und Cubes
Zum Stichtag 31.12.2025 waren in Österreich 14,665 Millionen SIM-Karten in Consumer-Endgeräten aktiv. Zum Vergleich: 2006 waren es 9,257 Millionen, 2016 13,609 Millionen. Die Zahlen zeigen, dass Mobilfunk seit rund 20 Jahren nahezu von jedem genutzt wird. Der weitere Anstieg der SIM-Karten seitdem ist vor allem auf die zunehmende Verbreitung von Firmen- und Zweithandys sowie auf zusätzliche Geräte mit Prepaid-Karten zurückzuführen.
2025 wurde in Österreich 20,16 Milliarden. Minuten mobil telefoniert. Der konstante Rückgang seit dem coronabedingten Rekordjahr 2020 erklärt sich mit dem wachsenden Trend zur Videotelefonie via Messengerdiensten.
Über 6 Milliarden GB mobiles Datenvolumen
Österreichs Mobilfunknetze sind heute zwanzigmal leistungsfähiger als vor 10 Jahren.Das via Mobilfunknetzen übertragene Datenvolumen betrug 2025 6,009 Milliarden GB. Dieser Wert entspricht dem 20-fachen von vor 10 Jahren und bedeutet eine Zunahme von über 500 Millionen GB gegenüber dem Vorjahr. Zu den Treibern dieser Entwicklung zählen nach wie vor datenintensive Anwendungen wie etwa Videotelefonie und das Versenden von mit dem Smartphone aufgenommenen 4K-Videos.
5G-Ausbau in Österreich
2025 fiel der Gesamtumsatz der drei Mobilfunknetzbetreiber leicht von EUR 3,751 Milliarden auf EUR 3,533 Milliarden. Das Gesamtinvestitionsvolumen der drei Netzbetreiber stieg jedoch von EUR 881 Millionen (2024) auf EUR 902 Millionen.
Mit Stand Mai 2026 gab es in Österreich 19.519 aktive Mobilfunk-Standorte, ein Plus von 344 Standorten gegenüber dem Vorjahr (19.175). Davon sind bereits 13.298 mit 5G-Systemen ausgestattet, während es im April 2024 noch 11.383 waren. Die technische 5G-Abdeckung erreicht inzwischen rund 97 Prozent der Bevölkerung. Das bedeutet, dass 97 Prozent der Menschen in Österreich Zugang zu mindestens einem 5G-Netz haben.
Mobilfunk-Barometer 2026
Das FMK beauftragte MAKAM mit der Befragung eines repräsentativen Querschnitts der Bevölkerung in Österreich zu den wichtigsten Themen rund um Mobilkommunikation, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (n=500).Österreichs Mobilfunknutzer sind mit der Leistung der Netze und mit den Tarifen hoch zufrieden – Smartphone bleibt zentrale Drehscheibe für Kommunikation, Information und KI-Anwendungen
Die Mobilfunknutzer in Österreich zeigen sich mit der Qualität der heimischen Mobilfunknetze sehr zufrieden. Auch die Mobilfunktarife werden insgesamt mit „Gut“ bewertet. Das geht aus dem aktuellen FMK-Mobilfunkbarometer hervor, das einen umfassenden Einblick in die digitale Nutzung und die Einstellung der Bevölkerung zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bietet.
Die Digitalisierung ist längst im Alltag angekommen: Drei von vier Österreichern verfügen über einen mobilen Internetanschluss, durchschnittlich werden 5,5 elektronische Geräte pro Person genutzt. Das Smartphone nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Neben dem Telefonieren ist WhatsApp mit 88 Prozent die am häufigsten genutzte Anwendung. Rund drei Viertel der Bevölkerung verwenden ihr Smartphone regelmäßig zum Fotografieren. Auch bei alltäglichen Erledigungen dominieren digitale Angebote. Etwa acht von zehn Österreichern wickeln ihre Bankgeschäfte überwiegend online ab. Jede zweite Person nutzt digitale Dienste zum Streamen, Online-Shopping oder für Behördenwege.
Die Auswirkungen der Digitalisierung werden jedoch differenziert betrachtet. Eine Mehrheit sieht positive Effekte insbesondere in den Bereichen Forschung, Industrie, Verwaltung und Gesundheitswesen. Ambivalent fällt die Einschätzung hinsichtlich der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt aus. Kritischer werden die Folgen für Gesellschaft, Datenschutz und Privatsphäre bewertet.
Ambivalente Meinung zu den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf alle Lebensbereiche
Zunehmend prägt auch Künstliche Intelligenz den digitalen Alltag. Bereits zwei Drittel der Österreicher haben KI-basierte Anwendungen genutzt, die Texte, Antworten oder andere Inhalte generieren. Mehr als drei Viertel der KI-Nutzer greifen dafür auf ihr Smartphone zurück. Die Anwendungen werden nicht nur zum Ausprobieren genutzt: Die Mehrheit setzt KI auch zur Informationsbeschaffung oder für Erklärungen komplexer Zusammenhänge ein.
Dies birgt auch gewisse Gefahren, denn nur acht Prozent der Nutzer geben an, die Richtigkeit der Ergebnisse immer zu überprüfen, immerhin weitere 42 Prozent geben an, die Ergebnisse mit Vorsicht zu betrachten und meistens zu überprüfen. Doch eben so viele (49 Prozent) halten die Ergebnisse meist für richtig und überprüfen sie nur selten.Die Auswirkung von KI auf Wissenschaft, Wirtschaft, Gesundheitswesen und Verwaltung wird in Österreich mehrheitlich positiv eingeschätzt. Kritisch betrachtet werden hingegen mögliche Folgen für Datenschutz und Privatsphäre.Das Mobilfunkbarometer zeigt zudem, dass digitale Risiken weiterhin präsent sind. Zwei von zehn Österreicher wurden bereits Opfer eines Betrugs im Internet. Gleichzeitig berichtet jedoch rund die Hälfte der Bevölkerung, bisher keine negativen Erfahrungen im digitalen Raum gemacht zu haben.
(pi)