Jobwechsel im ähnlichen Bereich bringt Vorteile

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Ein Jobwechsel in einem verwandten Bereich bringt für den Arbeitnehmer viele Vorteile mit sich. Durch das bereits vorhandene Wissen in jenem Bereich kann die Produktivität und das Gehalt deutlich verbessert werden.

Je mehr Wissen aus dem alten Beruf auch in der neuen Tätigkeit genutzt werden kann, desto größer ist die Aussicht auf einen erfolgreichen Jobwechsel. Zu dem Schluss kommt eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung.

Bis zu 3.500 Euro mehr im Jahr bei Jobwechsel möglich

Bei einem Neustart in einem eng verwandten Beruf ist im Schnitt eine Gehaltsaufbesserung von knapp 3.500 Euro brutto pro Jahr möglich. Bei einem Wechsel in einen zumindest noch wenig verwandten Job sind es immerhin noch knapp 2.500 Euro. Der Wechsel macht sich laut den Experten auch noch über Jahre bezahlt.

Produktivität wird erhöht

Ein erfolgreicher Wechsel erhöht zugleich auch die Produktivität. Wer in einem eng verwandten Job neu startet, ist im Schnitt 6,2 Tage pro Jahr mehr an seinem Arbeitsplatz als Beschäftigte, die in einen komplett fremden Beruf wechseln. Bei einem Wechsel in einen weniger verwandten Job sind es immerhin noch 4,3 Tage pro Jahr. In beiden Fällen erhöht sich also die Zahl der Arbeitstage.

Helfer sind benachteiligt

Helfer sind jedoch benachteiligt. Pro Jahr wechseln 11,3 Prozent von ihnen die Stelle und damit deutlich mehr als Arbeitnehmer in qualifizierteren Tätigkeiten. Bei Fachkräften liegt die Wechselrate bei nur 7,3 Prozent. Hinzu kommt, dass Helfer im Vergleich zu Beschäftigten in höheren Tätigkeiten doppelt so häufig in einen für sie neuen Beruf wechseln.

Der Erwerb von Teilqualifikationen bis zum Berufsabschluss ist für Geringqualifizierte wichtig. So kann ein beruflicher Abstieg verhindert werden. Gleichzeitig kann die Chance auf einen Aufstieg vergrößert werden – auch für jene, die keine klassische duale Ausbildung durchlaufen haben. Denn nach dem Erwerb von Teilqualifikationen sind vermehrt auch Wechsel in verwandte Berufe möglich, heißt es.

Die Studie zeigt, dass Personen mit einer Berufsausbildung im Vergleich zu jenen ohne Ausbildung eine um 50 Prozent erhöhte Aufstiegsquote von Helfern zu Fachkräften haben. Demgegenüber droht Personen ohne Berufsabschluss bei einem Jobwechsel der Abstieg. Ihr Risiko, bei einem Jobwechsel von einer Fachkrafttätigkeit in einem Helferberuf abzusteigen, ist dreimal so hoch wie für Erwerbstätige mit Berufsausbildung.

(pi)

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