Steigende Handelshürden in den USA: Deutsche Unternehmen zwischen Risiko und Resilienz
Steigende US-Handelshürden zwingen deutsche Unternehmen, ihre Abhängigkeit vom US-Markt zu verringern und Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten.
Steigende US-Handelshürden zwingen deutsche Unternehmen, ihre Abhängigkeit vom US-Markt zu verringern und Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten.
Trotz hoher Zölle und politischer Spannungen halten US-Unternehmen am chinesischen Markt fest. Der Zugang zur wachsenden Mittelschicht und strategische Vorteile machen China weiterhin unverzichtbar.
Die US-Industrie befindet sich erneut auf Talfahrt. Im April schrumpfte der Sektor bereits den zweiten Monat in Folge – ein deutliches Zeichen dafür, dass die protektionistische Handelspolitik der Regierung spürbare Folgen zeigt. Besonders die Zölle auf Importe belasten die Lieferketten stark, treiben Kosten in die Höhe und sorgen für wachsende Unsicherheit in der Produktion. Viele Unternehmen reagieren mit Stellenabbau und klagen über die chaotische Einführung der Handelsmaßnahmen. Vor allem die Abhängigkeit von Vorprodukten aus dem Ausland macht das verarbeitende Gewerbe anfällig für die Folgen der Zollpolitik.
Die von US-Präsident Donald Trump initiierten Zollkriege könnten bis 2025 weltweite Mehrkosten von bis zu 1,4 Billionen Dollar verursachen, so eine Analyse der Aston University. Unternehmen und Verbraucher, einschließlich der US-Amerikaner, werden mit den Auswirkungen konfrontiert. Die Forscher untersuchen die Folgen verschiedener Zollmaßnahmen auf Handel, Preise und Wohlstand und beleuchten dabei auch die Entstehung sekundärer Zölle, die gezielt gegen Staaten gerichtet sind, die ungewünschte Warenimporten betreiben.
Ein neues US-Memorandum könnte die Zölle drastisch erhöhen und den globalen Handel belasten. Laut Allianz Trade drohen Exportnationen wie der EU, China oder Brasilien Zollerhöhungen von bis zu 34 Prozentpunkten — mit schwerwiegenden Folgen für internationale Märkte und österreichische Exporte.